VCD-Kommentar zu steigenden CO2-Werten von Neuwagen in der EU: SUV-Trend muss gebrochen werden

Kopenhagen/Brüssel/Berlin. Laut einer Analyse der Europäischen Umweltagentur EEA stießen Neuwagen in Europa im vergangenen Jahr erstmals seit 2010 wieder mehr CO2 aus. Im Durchschnitt ist der Ausstoß des Treibhausgases bei Neuwagen von 118,1 auf 118,5 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer im Jahr 2016 gestiegen. Dies kommentiert der ökologische Verkehrsclub VCD wie folgt:

Michael Müller-Görnert, Verkehrsexperte des VCD:  „Anders als nun wieder behauptet wird, haben die fallenden Dieselverkäufe nur einen sehr geringen Einfluss auf den durchschnittlichen Flottenausstoß. Hauptgrund des leichten Anstiegs der CO2-Emissionen ist der weiterhin ungebremste SUV-Boom. Inzwischen ist jeder vierte Neuwagen in der EU ein SUV oder Geländewagen. Diese Fahrzeuge sind schwer und haben einen höheren Luftwiderstand, darum brauchen sie mehr Kraftstoff und stoßen mehr CO2 aus. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß von Dieseln und Benzinern hat sich hingegen in den letzten Jahren immer weiter angeglichen und liegt inzwischen mit 121,6 Gramm CO2 pro Kilometer beim Benziner und 117,9 Gramm beim Diesel fast gleich auf. Bei Dieseln ist der CO2-Ausstoß im letzten Jahr sogar gestiegen. Statt also jetzt den Diesel als angeblichen Klimaretter herauf zu beschwören, müssen in den kommenden Jahren deutlich mehr Elektroautos verkauft werden, vor allem aber muss der Trend zum SUV gebrochen werden.

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Almut Gaude • VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org

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