Vier Korridorsanierungen pro Jahr sind leistbar – alle genehmigten Mittel jetzt auch investieren!
DB InfraGO hat sich auf vier Korridorsanierungen im Jahr eingestellt – jetzt rudert die Politik aus Kostengründen zurück und will die ganze Planung erneut komplett umstellen. Vier Korridorsanierungen im Jahr sind jedoch erforderlich, um die Generalsanierung bis 2036 abzuschließen. „Und die DB InfraGo kann das auch leisten, wie sich nach größeren Anlaufschwierigkeiten jetzt zum Beispiel bei der Sanierung der Rechten Rheinstrecke zeigt,“ sagt der VCD-Bundesvorsitzende Matthias Kurzeck.
„Lasst Fahrgäste und Wirtschaft nicht noch länger auf eine pünktliche Bahn warten!“, fordert Kurzeck. „Der Bund opfert erneut 2,5 Milliarden Euro für den Tankrabatt. Die Bahnsanierung wird dagegen aufs Abstellgleis geschoben. Das ist fatal für die Mobilität in Deutschland.“ Die Bundesregierung habe klar den Anspruch formuliert, dass die Bahn pünktlicher werden muss. Das könne aber nur gelingen, wenn er selbst die Sanierung nicht immer weiter verzögere.
Die VCD-Bundesvorsitzende Christiane Rohleder ergänzt: „Das Sondervermögen läuft bereits 2035 aus. Damit ist die Finanzierung der Korridorsanierungen ab 2036 hinfällig. Und die Infrastruktur bröckelt weiter. Die maroden Strecken müssen aufwändig unterhalten werden, und die Sanierung wird am Ende noch aufwändiger. Deshalb läuft es langfristig auf doppelte Kosten hinaus, wenn der Bund jetzt kurzfristig spart.“
Zudem mache der neue Zeitplan umfassende Umplanungen nötig, was die Kosten weiter erhöhe. Die angeblichen Einsparungen verlagere diese Kosten noch stärker auf künftige Generationen. Das ständige Auf und Ab bei den Bauleistungen führe zu einer Überforderung der Planungsabteilungen der DB InfraGO und bei den Bauunternehmen, so Rohleder: „Die Bundesregierung muss die Korridorsanierungen wie geplant finanzieren. Wir brauchen eine zügige, fahrgastfreundliche Sanierung, statt einer Politik, die auf der Bremse steht.“

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