Vier Monate 'Schlichtungsstelle Mobilität'

Große Nachfrage und erste Erfolge bei der Schlichtung / Flugverkehrsunternehmen verweigern Zusammenarbeit

Vier Monate nach dem Start der Schlichtungsstelle Mobilität für Probleme bei Reisen im Fernverkehr hat der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) als Träger der Einrichtung heute in Berlin im Beisein von Bundesverbraucherministerin Renate Künast eine erste, positive Bilanz gezogen. Das Pilotprojekt im Auftrag des Bundesverbraucherschutzministeriums sei gut gestartet und trage bereits erfolgreich zur Verbesserung der Verbraucherrechte bei der Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel bei. Bisher hätten sich Reisende in 600 Fällen mit Problemen an die Schlichtungsstelle gewandt. Zwei Drittel davon hätten bereits geklärt werden können.

René Waßmer, VCD-Bundesgeschäftsführer: "Die Nachfrage in der Schlichtungsstelle zeigt, dass viele Kundinnen und Kunden auf Hilfe angewiesen sind, wenn sie ihre Rechte gegenüber den Verkehrsunternehmen wahrnehmen wollen. Oft ist die Rechtslage unklar und bei den betroffenen Unternehmen fehlen geeignete Ansprechpartner. Die Schlichtungsstelle Mobilität ist da genau die richtige Adresse. Sie konnte bisher schon bei annähernd 400 Problemen helfen."

Für eine erfolgreiche Arbeit ist die Schlichtungsstelle Mobilität nicht nur auf Sachverstand und Augenmaß, sondern auch auf die Kooperationsbereitschaft der Verkehrsunternehmen angewiesen. Hier zeichnen sich im bisherigen Verlauf große Unterschiede ab. Während die Bahn sich durchweg kooperativ zeigt und Schlichtungsvorschläge vom Unternehmen wie auch von den BeschwerdeführerInnen weitgehend angenommen wurden, lehnen die meisten Flugverkehrsunternehmen jede Zusammenarbeit ab – allen voran die Deutsche Lufthansa.

Birgit Zandke-Schaffhäuser, Projektleiterin Schlichtungsstelle Mobilität: "Für die Fluggesellschaften scheint Kundenorientierung ein Fremdwort zu sein. So weist beispielsweise die Lufthansa unsere Schlichtungsvorschläge mit der rüden Begründung zurück, sie wolle Kunden auf der Jagd nach Entschädigung keinen Vorschub leisten. In den Antwortschreiben gibt die Lufthansa zudem in vielen Fällen lapidar an, technische Defekte seien die Ursache für Annullierungen oder Verspätungen gewesen."

Fernverkehrsreisende können sich in Streitfällen mit Verkehrsunternehmen an die Schlichtungsstelle Mobilität wenden, wenn sie sich zunächst beim Unternehmen selbst beschwert haben. Falls sie dort erfolglos oder mit dem Ergebnis unzufrieden sind, untersuchen die SchlichterInnen beim VCD den Fall. Behandelt werden alle Probleme rund um die Reise, so z.B. im Zusammenhang mit Tarifen, Platzkontingenten, Verspätung, Ausfall, Service, Behindertengerechtigkeit, Informationen, Beschwerdemanagement etc.

Kontaktdaten:
Schlichtungsstelle Mobilität
Postfach 61 02 49
10923 Berlin
Tel: 030/469970-0 (Montag bis Freitag 9 bis 14 Uhr)
Fax: 030/469970-10
E-Mail: <link>schlichtungsstelle@vcd.org
Internet: <link http: www.schlichtungsstelle-mobilitaet.org _blank>www.schlichtungsstelle-mobilitaet.org

Hier finden Sie weiterführende Informationen: <link http: www.schlichtungsstelle-mobilitaet.org _blank>Schlichtungsstelle Mobilität

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Rückfragen:

Daniel Kluge, VCD-Pressesprecher
Telefon: (030) 28 03 51 - 12
Fax: (030) 28 03 51 - 10
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