Erneuter Fahrgastrekord im Jahr 2016 mit 11,4 Milliarden Reisenden in Bussen und Bahnen - Kommunen brauchen Unterstützung des Bundes für den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel

Die erneuten Fahrgastrekorde der öffentlichen Verkehrsmittel sprechen eine deutliche Sprache: Die Menschen entscheiden sich immer häufiger für Bus und Bahn als Alternative zum eigenen Auto - gerade in den Städten. Doch ein positives Signal für die Klimaschutzziele der Bundesrepublik ist dies nicht.

Auf vielen Pendelstrecken im ländlichen Raum sind die öffentlichen Verkehrsmittel keine echte Alternative - der Autoverkehr wächst hier ungebremst weiter. Und in den Städten: kommen S-Bahn-Strecken an ihre Kapazitätsgrenzen, Verkehrsbetriebe kommen mit der Beschaffung von Fahrzeugen nicht nach.

Philipp Kosok, Referent für Verkehrspolitik beim VCD zu den aktuellen Fahrgastzahlen: „Leider entscheiden sich die Menschen nicht wegen, sondern trotz der Verkehrspolitik der Bundesregierung für das Reisen mit Bus und Bahn. Die Unterstützung der Kommunen beim Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel durch den Bund ist völlig unzureichend. Wenn wir nicht umgehend deutlich mehr in eine umweltfreundliche Mobilität investieren, werden wir uns schon bald nicht mehr fragen, wie machen wir den Menschen Bus und Bahn schmackhaft, sondern - wie gehen wir mit der Überlastung der öffentlichen Verkehrsmittel um?“

Der ökologische Verkehrsclub VCD setzt sich dafür ein auch im ländlichen Raum Bedienungsstandards für die öffentlichen Verkehrsangebote zu etablieren, Busse und Bahnen mit dem Deutschland-Takt besser aufeinander abzustimmen und dem Schienenverkehr mit einer Halbierung der Trassenpreise Schwung zu verleihen. Insbesondere die neue Bundesregierung wird in diesem Punkt stark gefragt sein: https://www.vcd.org/themen/verkehrspolitik/bundestagswahl/

 

 

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