Führungschaos bei der Deutschen Bahn löst sich auf – Zielbahnhof ist jedoch längst nicht erreicht

Mit der Benennung von Richard Lutz zum neuen Bahnchef scheint das Führungschaos bei der DB AG beendet. Gut so, findet der ökologische Verkehrsclub VCD. Letztlich ist aber nicht entscheidend, wer den Konzern führt, sondern wohin die DB AG geführt wird. Diese Aufgabe ist gewaltig.

Ex-Bahnchef Rüdiger Grube hat einige richtige Signale gesetzt und den als schwerfällig geltenden Konzern für digitale Innovationen geöffnet. Jetzt ist es an der Zeit, die Bahn zu einem umweltfreundlichen, leistungsstarken Mobilitätsdienstleister für alle Menschen zu machen. Dafür müssen die Pünktlichkeitswerte im Fernverkehr schnellstens steigen und der Güterverkehr wieder auf Wachstumskurs gebracht werden.

Gelingen wird dies allerdings nur, wenn der neue DB-Vorstandsvorsitzende und der Bundesverkehrsminister Partner werden. Erst wenn die Verkehrspolitik die Weichen neu stellt und die Wettbewerbsnachteile der Schiene aufhebt, kann die Bahn zum Zugpferd der Verkehrswende werden.

Philipp Kosok, Referent für Verkehrspolitik beim VCD: „Minister Dobrindt war es, der mit der Einführung der Gigaliner und seinem Nicht-Einlenken bei der rasant steigenden Schienenmaut die Bahn ausgebremst hat. Bahn und Bund müssen jetzt eine neue Allianz für mehr Verkehr auf der Schiene bilden. In beiden Häusern braucht es Raum für neuen Ideen.“

Weitere Informationen: https://www.vcd.org/themen/bahn/2017-bahn-als-zugpferd-der-verkehrswende/

 

 

 

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