Multimodalität

Multimodalität - intelligent vernetzt unterwegs

Monomodales autofixiertes Verkehrsverhalten, also z.B. sämtliche Wege nur mit dem eigenen Auto zurück zu legen hat ausgedient. Vor allem in Städten ist eine Vernetzung schneller und effizienter - von der Bahn aufs Rad übers Carsharing.

Quelle: LHM/MVGDas gemeinschaftliche Pilotprojekt der MVG und LHM, die Mobilitätsstation an der Münchner Freiheit

Das Projekt »Multimodal unterwegs - intelligent vernetzt durch die Stadt der Zukunft«

Wie bewegen wir uns in der Stadt von Morgen fort? Wird es weiterhin Fahrgäste geben, die an unübersichtlichenTariftabellen scheitern? Werden Anwohner von Hauptstraßen noch immer Tag für Tag krankmachende Schadstoffe einatmen müssen? Und wird es auch dann noch Verkehrsbetriebe geben, die nach 22Uhr den Dienst einstellen? Eine lebenswerte Stadt jedenfalls sieht anders aus.

Die Vision

Die Bewohnerinnen und Bewohner der lebenswerten Stadt kommen gut ohne eigenes Auto aus. Straßen sind für die Menschen da und nicht nur zum Parken und Autofahren. Es gibt mehr Platz für Begegnung und Entspannung in der Stadt weil die sicheren und ökologischen Verkehrsmittel ihre unterschiedlichen Vorteile ausspielen und verbinden. Das passende Carsharing-Fahrzeug macht flexibel. Eine Mobilitäts-App zeigt nicht nur den schnellsten Weg zum Ziel, sondern rechnet auch den individuell besten Ticketpreis ab. Und wer sein Fahrrad nicht mit in die S-Bahn nehmen will, findet an jeder Straßenecke ein Leihrad.

Die Wirklichkeit

Diese Lösungen sind nicht neu. Dennoch gelingt es den Städten noch zu selten, Autofahrende zu überzeugen, dass sie ohne Auto  ökologischer, stadtgerechter und schlicht besser unterwegs sind – ohne dabei an Mobilität einzubüßen.

Dass längst nicht alle Kosten sichtbar werden, die der Autoverkehr verursacht, mag ein Grund sein, dass Pkw immer noch derart präsent in den Städten ist. Vielerorts haben die Stadtplaner dem Auto in der Vergangenheit schlicht zu viel Platz eingeräumt. Doch hinter diesen Argumenten können sich die Vertreter der umweltfreundlichen Verkehrsmittel nicht  verstecken. Sie müssen selbst aktiv werden für mehr ökologische Mobilität in der Stadt. Jedes Verkehrsmittel hat seine spezifischen Vorteile. Der ÖPNV bewegt preiswert und energieeffizient auch größte Menschenmengen. Mit dem Fahrrad sind wir bis vor die Haustür schnell unterwegs. Das Carsharing-Fahrzeug steht auch dort zur Verfügung, wo Bus, Bahn und Bike nicht weiterhelfen.

Ein Verbund aller Verkehrsmittel wäre optimal, doch davon kann in der Praxis bislang noch keine Rede sein. Jedes Produkt steht für sich alleine. Gelingt es jedoch, ein überzeugendes Gesamtpaket zu schnüren, das alle  Vorteile der Verkehrsmittel einfach nutzbar macht, können weit mehr Menschen als bisher überzeugt werden, das eigene Auto stehen zu lassen und stattdessen  multimodal zu reisen.

Wege zum Ziel

Einige Stadtparlamente, Verkehrsbetriebe und StartUps nehmen sich der Sache bereits an und gelangen dabei zu ganz unterschiedlichen Lösungsansätzen: Nahverkehrsunternehmen bieten Leihfahrräder an, gesamte Mobilitätsangebot erhalten ein einheitliches Design – vom Radweg bis zum Fahrplanheft, und ein ÖPNV-Ticket, mit dem Fahrgäste auch Zugang zu sämtlichen Car- und Bikesharing-Angeboten erhalten.

Viele Ideen werden aktuell dem Praxistest unterzogen. Ob sie Erfolg haben, muss sich noch zeigen. Mit dem Projekt »Multimodal unterwegs – intelligent vernetzt durch die Stadt der Zukunft« unterstützt der VCD Kommunen, Nahverkehrsbetriebe und StartUps bei der Entwicklung ihrer Produkte. Wir sorgen für Informationsaustausch und Vernetzung. Mit einer fortlaufend erweiterten Liste an Good-Practice-Beispielen zeigen wir die vielfältigen und innovativen Ansätze, die bereits in den deutschen Städten zu finden sind. Aus den zentralen Erkenntnissen konnten Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, die in der Digitalen Infomappe zusammengefasst sind. Außerdem haben wir mit der repräsentativen Befragung »Multimodal unterwegs in Deutschlands Städten« Bürgerinnen und Bürgern gefragt, worauf es wirklich ankommt. Denn die Bedürfnisse der Menschen sind es, nach denen sich die Mobilität von Morgen richten muss.

Philipp Kosok

Referent für Verkehrspolitik, Bahn/Öffentlicher Verkehr; Projektleitung »Multimodal unterwegs«
beim VCD
Fon 030/28 03 51-36
philipp.kosok@vcd.org

Katja Täubert

Projektassistenz »Multimodal unterwegs«
Fon 030/28 03 51-405
katja.taeubert@vcd.org

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