ÖPNV-Zugänglichkeitscheck

Einfach Bus und Bahn nutzen

Öffentliche Verkehrsmittel sind die umweltschonendere und sicherere Alternative zum Autofahren. Sie sind notwendig um in Städten große Verkehrsmengen bewältigen zu können und in weniger dicht besiedelten Gebieten die Grundmobilität für Menschen ohne eigenes Auto sicherzustellen. Darüber hinaus ersparen bei guter Auslastung Busse und Bahnen der Umwelt Lärm, Schadstoffe und Treibhausgase. Um diese Vorteile auszuspielen, müssen mehr Menschen zum Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr bewegt werden.

Mann bei Fahrkartenkauf
Quelle: VCD/Gloger

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist innerhalb der letzten zehn Jahre beachtlich gewachsen! Immer mehr Menschen nutzen Busse, Bahnen und Züge. Sie spielen für die Mobilität im Nahbereich eine wichtige Rolle, denn mit ihnen ist man sicherer, günstiger und zusätzlich umweltschonender als mit dem motorisierten Individualverkehr (Pkw, Motorrad) unterwegs. Öffentliche Verkehrsmittel haben damit das entscheidende Potenzial auch zukünftig Städte und ländliche Räume lebenswerter zu gestalten.

Das Ziel muss es daher sein, den ÖPNV zu stärken und mehr Nutzerinnen und Nutzer für ihn zu gewinnen. Um dies zu erreichen, muss der ÖPNV sichtbar, verständlich sowie einfach nutzbar sein und es müssen bestehende Zugangs- und Einstiegshindernisse abgebaut werden.

Hier hat das Projekt »Einfach einsteigen - Zugänglichkeitscheck des ÖPNV« angesetzt. Im Mittelpunkt des Projektes stand die Erarbeitung und Anwendung eines standardisierten Erhebungsinstrumentes, die »ÖPNV-Zugänglichkeitscheckliste«. Mit ihr wurden in sechs Musterregionen kundenrelevante Merkmale aus sog. Kriterienfeldern (»Basisinformationen«, »Erscheinungsbild«, »Bedienungsfreundlichkeit«, »Barrierefreiheit«, »Verkehrsmittelintegration«) erfasst und bewertet - vor Ort an Haltestellen, in Fahrzeugen, in Beratungs- und Verkaufsstellen, in Printprodukten und online. Auf diese Weise wurden Einstiegshürden des ÖPNV identifiziert und aus diesen Handlungsempfehlungen abgeleitet. Die Checkliste wurde darüber hinaus so strukturiert, dass eine periodische Wiederholung des Tests mit Evaluierung der Wirkung möglich ist.

Die Ergebnisse des ÖPNV-Zugänglichkeitscheck

Getestet wurde in zwei Großstädten (Köln, Hannover), zwei Mittelstädten (Bamberg, Lutherstadt Wittenberg) und zwei ländlich geprägten Räumen (Landkreis Meißen, Vogelsbergkreis). Ein zentrales Ergebnis ist, dass Basisinformationen an Haltestellen und in den Fahrzeugen nicht ausreichend sind. Fast alle Untersuchungsgebiete bieten zwar per Internet und App gute bis sehr gute Vorab-Informationen an, doch an Haltestellen fehlen vielfach grundlegende Informationen, wie z.B. Liniennetz- und Umgebungspläne und in den Fahrzeugen Anzeigen oder Durchsagen. Ein zweites großes Defizit ist die Verknüpfung des ÖPNV mit anderen Verkehrsmitteln: Ob fehlende Fahrradständer an Haltestellen, mangelnde Informationen zur Radmitnahme in Bus und Bahn oder den Umstiegsmöglichkeiten zu Carsharing-Anbietern, die Angebote fehlten.

Zu den Ergebnissen der einzelnen Musterregionen gelangen Sie hier: 

Partner

Dieses Projekt wurde bis Januar 2016 gefördert durch: