Sicher E-Radfahren

Verkehrssicher und gesund mit dem Elektrofahrrad unterwegs

Elektrofahrräder sind seit Jahren ein Verkaufsschlager. Zugleich rücken jedoch auch mögliche Risiken der E-Rad-Nutzung in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Mit dem Projekt »Pedelec statt Auto – aber sicher!« bringt der VCD E-Räder als umweltverträgliche, gesundheitsfördernde und sichere Alternative zum Pkw für alle Altersgruppen weiter voran.

Eine Radfahrerin fährt mit ihrem Elektrofahrrad einen Slalomparcours.
Quelle: www.pd-f.de/Kay TkatzikEine Radfahrerin fährt mit ihrem Elektrofahrrad einen Slalomparcours.

Elektrofahrräder kombinieren die positiven Eigenschaften des Fahrrades – umweltverträgliche Mobilität, Flexibilität, Unabhängigkeit, Steigerung der Fitness und Beweglichkeit – wegen des Elektromotors mit dem Vorteil des „eingebauten Rückenwindes“. Dies macht E-Räder bzw. Pedelecs zu einer sinnvollen Alternative zum (eigenen) Auto – vor allem in Situationen, die mit einem herkömmlichen Fahrrad nicht oder nur unter Anstrengungen zu bewältigen sind.

Besonders in bergigen Regionen wie auch im ländlichen Raum mit geringer ÖPNV-Dichte lassen sich mit E-Rädern viele Pkw-Fahrten ersetzen. Zudem können mit Hilfe der Elektrounterstützung beispielsweise altersbedingte Einschränkungen der physischen Leistungsfähigkeit ausgeglichen werden.

Zum Pedelec-Fahren muss in die Pedale getreten werden. Daher trägt E-Radfahren dazu bei, Gesundheit und Fitness zu fördern, und schafft so auch für Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen die Möglichkeit, nachhaltig, aktiv und selbstbestimmt mobil zu sein.

Oft sind jedoch die vom herkömmlichen Fahrrad abweichenden (Fahr-)Eigenschaften des E-Rades nicht hinreichend bekannt oder werden nicht richtig eingeschätzt. So sind Pedelecs in der Regel schwerer und weisen eine je nach Positionierung von Motor und Akku unterschiedliche Gewichtsverteilung auf und haben in der Regel eine stärkere Bremswirkung. Dies kann Schwierigkeiten bei der Handhabung bereiten, beispielsweise auf abschüssigen Strecken, in Kurven oder bei hohem Tempo. Auch die Motordynamik kann je nach Modell und Unterstützungsgrad sehr unterschiedlich ausfallen und beim Anfahren für Verunsicherung sorgen. Zudem können mit einem E-Rad auch untrainiert höhere Geschwindigkeiten erreicht werden.

Es zeichnet sich ab, dass insbesondere ältere Menschen, ein erhöhtes Unfallrisiko beim E-Radfahren aufweisen. Aber auch Menschen, die lange nicht Fahrrad gefahren sind, mangelnde Fitness oder physische Einschränkungen haben, fehlt es häufig an Wissen und Erfahrung im sicheren Umgang mit dem Pedelec.

VCD-Projekt für sichereres E-Radfahren

Hier setzt das VCD-Projekt »Pedelec statt Auto – aber sicher!« an. Es wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans gefördert. Ziel des Vorhabens ist es, das Elektrofahrrad als sichere, gesundheitsfördernde und umweltverträgliche Alternative zum Pkw weiter zu etablieren und so den Anteil des (E-)Fahrrades gegenüber dem Autoverkehr zu erhöhen. Das Projekt richtet sich an erwachsene Verbraucherinnen und Verbraucher, die bereits ein Pedelec besitzen oder die Anschaffung eines E-Rades planen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Aspekt Verkehrssicherheit.

Ein wichtiger Baustein des Projekts ist daher das Online-Service-Portal »Sicher E-Radfahren«.

Um den möglichen Risiken, die mit dem Pedelec-Fahren sowie der stetig wachsenden Zahl von E-Radnutzern verbunden sind, zu begegnen, entwickelt das Projekt zudem gemeinsam mit Experten ein bundesweit verfügbares Weiterbildungs- und Kurskonzepts für Radfahrlehrer zur verkehrssicheren Nutzung des E-Rades.

Bislang werden E-Rad-Kurse nur vereinzelt von verschiedenen Akteuren angeboten und variieren in ihrer Ausrichtung, Intensität und Art der Vermittlung teilweise sehr stark. Zudem sind die Kursangebote für Verbraucher häufig nur mit größerem Rechercheaufwand zu finden und hinsichtlich ihrer Eignung für die jeweiligen Bedürfnisse schwierig einzuschätzen. Um das bundesweite Angebot an (E-)Fahrrad-Kursen für Erwachsene möglichst umfassend und nutzerfreundlich abzubilden, wurde daher eine interaktive Karte als Ergänzung zum Informationsangebot des Projekts erstellt.

Für Menschen, für die ein Zweirad eher ungeeignet ist, wird das Informations- und Schulungsangebot um Elektro-(Sessel-)Dreiräder erweitert. Hierfür wird zudem die bereits vorhandene VCD-E-Rad-Datenbank um E-(Sessel-)Dreiräder erweitert.

Gemeinsam mit Sportmedizinern werden zudem weitere Hilfestellungen wie Trainingspläne für E-Rad-Fahrer entwickelt, die dazu beitragen sollen, die eigene Fitness und Gesundheit langfristig zu erhalten.

Das Projekt bietet darüber hinaus gezielte Information, Beratung sowie Test-Angebote für E-Räder im Rahmen von Aktionstagen an.

Rainer Hauck

Projektleitung »Pedelec statt Auto - aber sicher!«
Fon 030 / 28 03 51-282
rainer.hauck@vcd.org

Rainer Hauck

Anna Fehmel

Projektbearbeitung
»Pedelec statt Auto - aber sicher«
Fon 030 / 28 03 51-281
anna.fehmel@vcd.org

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Förderer

Dieses Projekt wird gefördert vom: