Bundesregierung muss Fluglärm jetzt wirksam reduzieren
Während die Verhandlungspartner von SPD und CDU gestern relativ konkrete Vorschläge zur Eindämmung von Lärm im Schienenverkehr vorlegten, bleiben die Pläne im Luftverkehrsbereich viel zu zaghaft. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert, dass die Arbeitsgruppe Verkehr ein generelles Nachtflugverbot zum Schutz gegen Fluglärm bisher ablehnt.
Monika Ganseforth, Mitglied des VCD-Bundesvorstands: „Die zukünftige Bundesregierung darf die vielen Fluglärmbetroffenen, insgesamt sind es schon ein Viertel aller Menschen in Deutschland, jetzt nicht im Stich lassen. Die Betroffenen leiden extrem, besonders nachts, mit der Folge von höherem Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen wie zum Beispiel Herzinfarkte.“
Laut eines Papiers der Koalitionsarbeitsgruppe Verkehr, das am Montag in die Medien gelangt ist, sprechen sich CDU und SPD gegen ein Nachtflugverbot aus. Sie planen lediglich eine deutlichere Spreizung der Tag- und Nachttarife bei lärmabhängigen Flughafenentgelten. Dies ist für den VCD ein Schritt in die richtige Richtung, aber nicht ausreichend, um nächtlichen Fluglärm tatsächlich einzudämmen.
In den letzen 15 Jahren haben die Passagierflüge sowie der Luftfrachtverkehr deutlich zugenommen. Solange sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht ändern, wird der Fluglärm weiter wachsen.
Kerstin Meyer, Referentin für Verkehrspolitik beim VCD: „Sicher kann man die Nachtruhe nur mit einem Nachtflugverbot von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens schützen. Es ist die einzige wirksame Maßnahme gegen nächtlichen Fluglärm. Wenn das nicht kommt, werden die Proteste an den Flughäfen weitergehen.“
Weitere Informationen über Fluglärm, seine Folgen sowie der Position des ökologischen Verkehrsclubs VCD: <link http: www.vcd.org flugverkehr.html>www.vcd.org/flugverkehr.html
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