Umweltzonen machen Luft sauberer – auch in Sachsen-Anhalt

Messdaten belegen die Wirksamkeit

Berlin, 1. September 2011. Magdeburg und Halle führen heute die ersten Umweltzonen in Sachsen-Anhalt ein. Somit erhöht sich die Zahl der Umweltzonen in ganz Deutschland  auf 48 und um ein Vielfaches erhöht sich die Qualität der Atemluft. Zahlreiche Atemwegserkrankungen und vorzeitige Todesfälle werden so vermieden.

Umweltzonen führen zu einer Beschleunigung der Flottenmodernisierung. Die Besitzer von Dieselfahrzeugen lassen diese mit Partikelfiltern nachrüsten, kaufen sich einen gebrauchten Benziner mit Katalysator oder schaffen sich vorzeitig ein sauberes Fahrzeug an, um weiter in die Innenstädte fahren zu können. Die alten Dieselstinker verschwinden Stück für Stück aus den Städten.

Heiko Balsmeyer, Experte für Luftreinhaltung beim ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD): „Umweltzonen führen dazu, dass der Atemluft Tonnen von Dieselruß erspart bleiben. Dies kommt der Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger und gleichzeitig dem Klima zugute." Dieselpartikel wirken nicht nur schädlich auf die Gesundheit der Menschen sondern auch klimaerwärmend, weil sie sich wie ein Grauschleier auf das arktische Eis legen und so das Abschmelzen beschleunigen.

Entgegen der vom ADAC wiederholt falschen Behauptung, liegen Messdaten aus Berlin und anderen Städten vor, die die Wirksamkeit der Umweltzonen belegen. In Berlin zum Beispiel ergab die Auswertung der Messdaten, dass mit der Umweltzone die verkehrsbedingten Rußemissionen halbiert und die Zahl der Überschreitungstage für den Feinstaubgrenzwert um Zehn vermindert wurden. Die NO2-Emissionen gingen um bis zu 20 Prozent zurück.

Die Kölner Umweltzone hat das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW untersucht. Ergebnis: Die Feinstaubbelastung ist um fünf bis acht Mikrogramm pro Kubikmeter zurückgegangen. Dadurch gab es in Köln 17 bis 30 Überschreitungstage weniger.

Der ADAC sollte dringend etwas gegen seinen Umweltzonenwahnsinn unternehmen, betont Heiko Balsmeyer. „Der Club der Autofahrer zeigt ein beeindruckendes Maß an Realitätsverweigerung.
Damit gefährdet er die Gesundheit aller Menschen, die in den Städten durch den Dieselmief ein hohes Krebsrisiko haben, obwohl es mit dem Partikelfilter eine bezahlbare technische Möglichkeit zur Vermeidung gibt."

Weitere Informationen zum Thema: <link umweltzone.html>www.vcd.org/umweltzone.html
Messdaten Berlin siehe: Senatsverwaltung für Umweltschutz.

Bei Rückfragen:

Anja Smetanin, VCD-Pressestelle, Tel.: 030/280351-12, Fax: 030/280351-10,
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