VCD-Bundesdelegiertenversammlung wählt neuen Vorstand – mit Michael Ziesak an Spitze
Der ökologische Verkehrsclub VCD zieht Bilanz nach einem aus politischer und Verbraucherschutzsicht spannenden Jahr. Durch die klare Positionierung zu Themen wie dem ADAC-Skandal, dem umstrittenen Pkw-Maut-Gesetzesentwurf, zum Entwurf für das Elektromobilitätsgesetz sowie der Frage nach alternativen, zukunftsfähigen Verkehrsmitteln - dem VCD ist 2014 gelungen, seine Sichtbarkeit und Verlässlichkeit als Ansprechpartner im Bereich Mobilität – verkehrsträgerübergreifend – deutlich zu steigern.
Der gestern neu gewählte Vorstand des VCD soll diesen Erfolg in den nächsten zwei Jahren weiter ausbauen, denn die Herausforderungen in der Verkehrspolitik sind weiterhin groß.
Michael Ziesak, der mit einer überzeugenden Mehrheit von 92 Prozent zum siebten Mal in Folge als Bundesvorsitzender des ökologischen Verkehrsclub VCD gewählt wurde, betont: „Die Fortführung der Beton-Politik führt in die Sackgasse. Die politischen Debatten, fast ausschließlich um populistische Maßnahmen wie die Pkw-Maut für Ausländer oder E-Autos auf Busspuren müssen beendet werden. Der Einstieg in die Verkehrswende ist dringend notwendig. Der Bund muss endlich Lösungswege aufzeigen, wie der Verkehrsbereich zum Klimaschutz beitragen kann, Mobilität für alle Menschen sichergestellt und Infrastruktur erhalten werden kann. Dafür brauchen wir ein starkes Engagement des Bunds insbesondere für die Förderung von Bus- und Bahn-, Fuß- und Radverkehr.“
Neue Impulse bekommt der Bundesvorstand durch die zum ersten Mal gewählten Mitglieder - Ingrid Ahrens aus dem Landesverband Nord, Andreas Hagenkötter aus Ratzeburg in Schleswig-Holstein und Wasilis von Rauch aus Berlin. Im Amt bestätigt wurden Philipp Horn aus Karlsruhe, Iko Tönjes aus Düsseldorf und Matthias Kurzeck aus Hamburg.
Die Vorstandsmitglieder Monika Ganseforth, seit 2002 für die Themen Flugverkehr, Seniorenmobilität, Verkehrslärm, Klima und Verkehr zuständig, Magdalena Eul, für die Bereiche Fahrrad, Stadtplanung, Shared Space und Tempo 30, sowie Ingolf Hetzel, verantwortlich für die Bereiche Auto und Elektromobilität, schieden in diesem Jahr aus dem Vorstand aus.
Die 104 VCD-Delegierten verabschiedeten zudem die Resolution – „Elektromobilität für alle!“. Darin fordern sie die Bundesregierung auf, die Elektromobilität weiter zu fassen und auszubauen. Mit entscheidend dafür ist die Förderung des Öffentlichen Verkehrs, der bereits heute zu zwei Drittel elektrifiziert ist. Als wichtigste Maßnahmen, um die Entwicklung voranzutreiben, sehen die VCD-Delegierten die schnelle Sanierung und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs inklusive einer weiteren Elektrifizierung von bisher dieselbetriebenen Bussen und Bahnen, zusätzliche finanzielle Mittelbereitstellung für die Erweiterung der ÖPNV-Angebote sowie eine konsequente Vorrangsetzung auf Bahn und Bus anstatt Elektroautos auf Busspuren. Die vollständige Resolution lesen Sie unter: <link elektromobilitaet.html>www.vcd.org/elektromobilitaet.html
Der ökologische Verkehrsclub VCD versteht sich als Umwelt- und Verbraucherverband für eine nachhaltige Mobilität. In seinem Engagement wird er bundesweit von 55.000 Mitgliedern und Förderern unterstützt.
Ein Foto des neugewählten Bundesvorstands des VCD finden Sie unter: <link aktionsbilder.html>www.vcd.org/aktionsbilder.html
Rückfragen: Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin · Tel.: 030/280351-12 · presse@vcd.org
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