VCD Verkehrswende Blog

500 Menschen bei unserer Protest-Performance für mehr Verkehrssicherheit

Am Samstag, dem 16. Juni haben wir vor dem Verkehrsministerium #StopptDenStraßentod gefordert. 500 Menschen haben an unserer Protest-Performance teilgenommen und die Aktion zu dem gemacht, was sie war: emotional, aufrüttelnd und eindrucksvoll.

Im letzten Jahr wurden Tausende Menschen in Deutschland bei Verkehrsunfällen getötet. 3177 Menschen – dreitausendeinhundertsiebenundsiebzig Kinder, Frauen und Männer – verstarben 2017 bei Verkehrsunfällen auf deutschen Straßen. Mehr als 388.000 Menschen wurden verletzt. Es ist alles andere als normal, dass der Verlust und die Verletzung so vieler Menschen im Verkehr gesellschaftlich hingenommen wird.

Dagegen haben wir gemeinsam mit 500 Menschen am Tag der Verkehrssicherheit ein deutliches Zeichen gesetzt. In einem Schweigemarsch zogen wir vom Nordbahnhof zum Bundesverkehrsministerium und legten uns dort zu einem Die-In auf den Boden. Nach fünf Schweigeminuten, in denen der 3177 Verkehrstoten gedacht wurde, zogen die Demonstraten und Demonstrantinnen ihre Körperumrisse mit Straßenkreide nach.

Almut Gaude, Pressesprecherin des VCD, formulierte unsere Botschaft an Bundesverkehrsminister Scheuer in folgenden Worten: 

"Lieber Herr Bundesverkehrsminister Scheuer – wo immer Sie jetzt auch sein mögen: Hier sehen Sie symbolisch die Umrisse der 3177 Menschen, die im vergangenen Jahr im Verkehr gestorben sind. Die meisten Verkehrstoten sind in Autos auf den Landstraßen zu beklagen. Die meisten Fußgänger und Radfahrer sterben innerhalb von Städten und Dörfern.  Jeder siebte Verkehrstote war im vergangenen Jahr ein Fußgänger, jeder achte ein Fahrradfahrer. Inzwischen stirbt wöchentlich ein Mensch durch das Rechtsabbiegen von Lkws.

Egal ob auf dem Rad, zu Fuß oder im Auto -  egal ob auf dem Land, auf der Autobahn oder in der Stadt: Jeder Verkehrstote ist einer viel! Jeder Verkehrstote führt zu tausendfachem Leid in der Bevölkerung. Leid, das wir nicht mehr hinnehmen wollen.

Wir fordern von der Bundesregierung:

Führen Sie ein Tempolimit von 120 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen ein. Senken Sie die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen von heute 100 auf 80 Stundenkilometer. Reduzieren Sie die Geschwindigkeit in Städten und Dörfern auf 30 Kilometer pro Stunde! Tempolimits retten Leben!

Minister Scheuer, sorgen Sie dafür, dass die Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger auf dem Land und in den Städten verbessert wird. Alle Hauptverkehrsstraßen müssen Radwege bekommen, Ampelschaltungen dürfen nicht nur auf Autofahrer sondern müssen auch auf Fußgänger und Radfahrer ausgerichtet werden!

Verkehrsminister Scheuer: führen Sie die verbindliche Nachrüstung von Lkw mit elektronischen Abbiege-Assistenten ein! Lkw ohne Abbiege-Assistent: Raus aus der Stadt!

Minister Scheuer, Sie haben sich zur Vision Zero – der Vision von Null Verkehrstoten bekannt – genauso wie die Große Koalition im Koalitionsvertrag. Halten Sie sich an Ihr Versprechen! Handeln Sie! Setzen Sie unsere Forderungen um – für eine sichere Mobilität auf unseren Straßen!"

Fotos der Protest-Performance

  • Menschen halten ein Banner hoch, auf dem #StopptDenStraßentod steht, davor ist auf Kartons auf dem Boden "Vision Zero" geschrieben.
    Quelle: VCD/Alisa Raudszus
  • Schweigemarsch, vorn wird ein Banner getragen auf dem #StopptDenStraßentod steht
    Quelle: VCD/Alisa Raudszus
  • zwei Menschen halten A3 Plakate hoch. Links ein Mann, auf dem Plakat steht "Sichere Radwege jetzt" und recht eine Frau, auf ihrem Plakat steht "Wie viele Tote noch?"
    Quelle: Gitti La Mar
  • viele Menschen liegen reglos auf dem Boden
    Quelle: Gitti La Mar
  • Ein Mensch zeichnet mit Kreide den Umriss eines anderen, auf dem Boden liegenden Menschen nach
    Quelle: Gitti La Mar
  • Quelle: VCD/Alisa Raudszus
  • Quelle: VCD/Alisa Raudszus

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