CO2-Grenzwert

EU setzt Vorgaben für Pkw

Ab 2020 gilt ein Grenzwert von 95g CO2/km für alle neu zugelassenen Pkw. Der VCD setzt sich für eine weitere Minderung der CO2-Grenzwerte und für realitätsnahe Verbrauchsangaben der Hersteller ein.

Aktivisten mit Banner "Klimawandel bremsen - CO2 Grenzwert jetzt!"
Quelle: VCD/Kupser

Die EU-Kommission hat angekündigt, bis Ende dieses Jahres einen Vorschlag für die Weiterführung der CO2-Grenzwertregelung vorzulegen. Ab 2021 dürfen alle neu zugelassenen Pkw in der EU im Schnitt maximal 95g CO2/km ausstoßen. Dies entspricht einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,6 Liter Diesel bzw. 4,1 Liter Benzin. Aus Sicht des VCD muss ein Folgegrenzwert bereits für 2025 festgelegt werden, der zum Einen den Verbrauch und damit den CO2-Ausstoß weiter senkt, und zum Anderen deutliche Impulse für die notwendige Transformation in Richtung emissionsfreie Antriebe setzt.

Die Bundesregierung hat Ende 2016 mit ihrem Klimaschutzplan 2050 erstmals Klimaziele für den Verkehr formuliert. Danach sollen die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 40 bis 42 Prozent gegenüber 1990 sinken. Der Pkw-Verkehr ist für mehr als 60 Prozent der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen verantwortlich, daher müssen Maßnahmen vor allem hier ansetzen. Ambitionierte CO2-Grenzwerte können bereits einen großen Beitrag leisten.

 

Realitätsnähere Herstellerangaben notwendig

Nicht nur bei den Schadstoffen, auch bei Verbrauch und CO2-Ausstoß gibt es eine erhebliche  Diskrepanz zwischen offiziellen Herstellerangaben und der Realität. So liegt der tatsächliche Verbrauch auf der Straße laut Analyse des ICCT für Neufahrzeuge des Jahres 2015 inzwischen im Schnitt um 42 Prozent über den offiziellen Herstellerangaben. Dies hat zur Folge, dass die CO2-Emissionen von Neufahrzeugen zwar auf dem Papier deutlich gesunken sind, sie aber tatsächlich in den letzten vier Jahren vielmehr stagniert sind. Auch wenn ab September 2017 ein realitätsnäheres Messverfahren, der sogenannte WLTP, gilt, sind künftig Abweichungen zwischen Herstellerangaben und Realität nicht auszuschließen. Denn auch der WLTP beruht nach wie vor auf einem Rollenprüfstandstest.

Aus diesem Grund fordern der VCD und weitere Umweltverbände, Realmessungen auf der Straße auch für den CO2-Ausstoß einzuführen. Dies erhöht auch die Transparenz für Verbraucher und bietet eine bessere Entscheidungsgrundlage. Folgerichtig sollten die realen CO2-Emissioen künftig auch als Basis der CO2-Gesetzgebung dienen.

 

Wie sich der VCD die Weiterentwicklung der CO2-Gesetzgebung im Detail vorstellt und welche Forderungen an die Politik sich daraus ergeben, können Sie dem gemeinsamen Positionspapier von VCD, BUND, DUH und NABU entnehmen, dass Sie unter »Downloads und Links« finden.

Michael Müller-Görnert

Referent für Verkehrspolitik
Fon 030/28 03 51-19
michael.mueller-goernert@vcd.org

Michael Müller-Görnert

Gerd Lottsiepen

Verkehrspolitischer Sprecher
Fon 030/28 03 51-11
gerd.lottsiepen@vcd.org

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