Dienstfahrräder

Steuerliche Vorteile für Dienstfahrräder

Seit 2012 dürfen auch Fahrräder als Dienstfahrräder genutzt werden. Das heißt sie genießen ebenso steuerliche Vorteile, wie Dienstwagen – schonen dabei jedoch die Umwelt.

Quelle: Kay Tkatzik/www.pd-f.de

Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, oder ein Dienstrad benutzt, schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Und das Potenzial ist groß: 46 Prozent aller Arbeitswege in Deutschland sind kürzer als 10 Kilometer. Während teure Firmenwagen bei geringer Versteuerung privat genutzt werden können, wurden Fahrräder bislang von dieser Regelung ausgeschlossen und somit steuerlich benachteiligt.

Seit Dezember 2012 ist damit Schluss. Die Regelungen zu Dienstfahrzeugen wurde rückwirkend zum 1. Januar 2012 angepasst und auf Fahrräder aller Art erweitert. Jede Arbeitsstelle kann ihren MitarbeiterInnen ein günstiges Fahrrad zur Verfügung stellen. Unabhängig davon, ob es teilweise oder ganz für private Zwecke genutzt wird.

Der Kauf des Dienstfahrrads erfolgt üblicherweise per Leasingmodell. Die monatliche Leasingrate wird noch vor der Steuer vom Lohn abgezogen. Dadurch ist die Finanzierung des Fahrrads steuerfrei. Besonders für Räder über 1500 Euro lohnt sich dieses Modell.

Leasingunternehmen erhalten zudem oft günstigere Konditionen für Diebstahlversicherungen, wodurch weitere Ersparnisse möglich sind. Für die private Nutzung des steuerfreien Dienstrads muss monatlich lediglich ein Prozent des Fahrzeug-Listenpreises als geldwerter Vorteil versteuert werden. Wer die Ersparnis beim Kauf genau berechnen will, findet auf www.jobrad.org einen Kostenrechner.

Der VCD begrüßt diese überfällige Gleichbehandlung und verbucht sie zugleich als Erfolg.

CO2-basierte Besteuerung von Dienstwagen nötig

Die Tatsache, dass mit der 1%-Regel die Ersparnis bei teuren Fahrzeugen wächst, ist beim Fahrrad nicht so gravierend, beim Pkw sind die Folgen allerdings fatal:

Am meisten wird gespart, wenn teure Spritfresser gekauft werden. Da rund 60 Prozent der Neuzulassungen von gewerblichen Nutzern sind, dominieren diese Autos in der Folge auch den Gebrauchtmarkt über Jahre. Der VCD fordert daher eine CO2 basierte Besteuerung von Dienstwagen.

Lastenrad statt Lieferwagen

Abgesehen vom Arbeitsweg können Fahrräder auch gewerblich eingesetzt werden und dadurch den Verkehr entlasten. In Städten wie Berlin, Hamburg oder München macht der innerstädtische Wirtschaftsverkehr im Tagesverlauf bis zu 50 Prozent des Kfz-Verkehrsaufkommens aus. Häufig sind dabei dieselbetriebe Kfz im Einsatz, die durch den Ausstoß von Ruß und NOx in besonders hohem Maße die Gesundheit der Menschen belasten und das Klima schädigen.

Das muss nicht sein. Schon heute könnten Fahrräder und Lastenräder für einen erheblichen Anteil dieser Wege verwendet werden und damit die Lebensqualität in Städten deutlich erhöhen. Für Unternehmen wie etwa Kurierdienste, Essenslieferanten oder Pflegedienste bieten sich dabei im Vergleich zum Pkw erhebliche Kostenvorteile an.

Anika Meenken

Projektleiterin »FahrRad«
Fon 030/28 03 51-403
anika.meenken@vcd.org

Annika Meenken

Rainer Hauck

Projektleitung »Pedelec statt Auto - aber sicher!«
Fon 030/28 03 51-282
rainer.hauck@vcd.org

Rainer Hauck