Wohnen leitet Mobilität

Das Vorgängerprojekt »Wohnen leitet Mobilität«

Wohnungsunternehmen, Kommunen und Mobilitätsdienstleister arbeiten gemeinsam an intelligenten, umwelt- und sozialverträglichen Mobilitätskonzepten für Wohnquartiere - das ist der neue und innovative Kooperationsansatz des Projektes »Wohnen leitet Mobilität«.

»Wohnen leitet Mobilität« hat sich für klima- und stadtverträgliche Mobilitätsangebote im Wohnquartier eingesetzt. Durch intelligente Mobilitätskonzepte, wie Mietertickets oder Mobilitätsstationen, soll der ökologische Fußabdruck von Bewohner*innen verbessert werden. Mit dem Projekt »Bundesweites Netzwerk Wohnen und Mobilität« wird an den erfolgreichen Vorgänger »Wohnen leitet Mobilität« angenüpft.

Adressiert wurden insbesondere Wohnungsunternehmen aller Unternehmensformen (von privatwirtschaftlichen, kommunalen und genossenschaftlichen Unternehmen bis hin zu privaten Wohninitiativen) sowie Kommunen und Mobilitätsdienstleister. Auch Mieter*innen wurden im Rahmen von Aktionen angesprochen.

Gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund und dem Öko-Institut agierte der VCD mit »Wohnen leitet Mobilität« als Impulsgeber und Moderator für die Beteiligten aus Wohnungswirtschaft, Kommunen und Mobilitätsdienstleistung und erarbeitete mit ihnen gemeinsam tragfähige Lösungen zur Verbesserung der Mobilität am Wohnort.

»Wohnen leitet Mobilität« wurde von Januar 2017 bis Dezember 2019 gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Träger des Projekts ist der Projektträger Jülich.

Ziele und Aufgaben des Projektes

Dialogforen zur Vernetzung, ein Themenkompass zur Einführung in das Thema »Wohnen und Mobilität« sowie Aktionen für Mieter*innen - das sind nur drei der zahlreichen Angebote, die »Wohnen leitet Mobilität« für Projektinteressenten bereithält.

Zentrales Anliegen des Projekts ist es, den Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel am Wohnort zu erleichtern und Alternativen zum privaten Pkw zu fördern. Ein breitgefächertes Angebot an Mobilitätsangeboten stärkt die Wahlfreiheit und kann dazu beitragen, die mobilitätsbedingten CO2-Emissionen von Mieter*innen zu senken.

Die Aktivitäten in den fünf Projektregionen Berlin-Brandenburg, Nord, Rhein-Main und Sachsendreieck werden maßgeblich von den VCD-Regionalkoordinator*innen organisiert. Sie unterstützen bei der Vernetzung der am Prozess Beteiligten und der Organisation des Wissenstransfers sowie die Wohnungsunternehmen vor Ort bei der Kommunikation mit Mieter*innen. Weitere Angebote des Projekts umfassen unter anderem:

Good-Practice-Datenbank

»Wohnen leitet Mobilität« recherchiert kontinuierlich gute Beispiele zum Themenbereich Wohnen und nachhaltige Mobilität. Ausgewählte Quartiere zeigen bereits, wie gut es gelingen kann, Projektentwicklungskonzepte für Wohnquartiere sowohl im Bestand als auch beim Neubau mit einem innovativen Mobilitätskonzept zu verknüpfen.

Dialogforen

An den fünf Projektstandorten werden Dialogforen etabliert, auf denen Vertreter*innen der Kommunen, der Wohnungswirtschaft und der Mobilitätsdienstleister Potenziale und Chancen umzusetzender Maßnahmen diskutieren. Dieser Rahmen bietet die ideale Möglichkeit zur Vernetzung und zum Austausch. Alle am Dialog Teilnehmenden profitieren von einem umfassenden Wissenstransfer und erfahren mehr über die Erfolgsfaktoren intelligenter Mobilität am Wohnstandort.

Themenkompass

Ein zu Beginn 2018 veröffentlichter Themenkompass führt in den Themenkomplex Wohnen & Mobilität ein, stellt zur Orientierung einige Leuchtturmprojekte vor und skizziert einige Handlungsmaßnahmen. Auch erste Anregungen aus den Dialogforen sind bereits in den Themenkompass integriert.

Handlungsleitfaden

Aufbauend auf den bereits erarbeiteten Recherchen, die im Themenkompass gebündelt sind, erscheint zum Projektende 2019 ein umfangreicher Leitfaden für Wohnungsunternehmen. Dieser wird Ergebnisse aus den 25 Dialogforen enthalten, ebenso wie die Erkenntnisse aus den Beratungsaktivitäten und Gesprächen mit der Wohnungsbranche sowie den Evaluierungsergebnissen der vom Öko-Institut durchgeführten Expert*innen-Interviews. Der Leitfaden wird als Handreichung und Handlungsempfehlung für alle Unternehmen der Wohnungswirtschaft konzipiert und dient der Verstetigung und weiteren intensiven Beschäftigung mit dem Thema.

Expert*innen-Befragung

Das Öko-Institut beschäftigt sich intensiv mit den Erfolgsfaktoren und den hemmenden Aspekten bei der Entwicklung und Umsetzung von wohnortnahen Mobilitätskonzepten. Die Erhebung, die sowohl Expert*innen-Interviews als auch -workshops umfasst, dient der Auswertung und Analyse der Etablierungsprozesse von wohnortnahen Mobilitätskonzepten aus den verschiedenen Perspektiven (Wohnungsunternehmen, Kommunen, Mobilitätsdienstleister, Mieter*innen-Vertretung und weiteren involvierten Experten). Die Erhebungen werden mit wichtigen Akteuren der Quartiersentwicklung in wenigen deutschlandweit ausgewählten Wohnquartieren durchgeführt, die bereits erfolgreich wohnortnahe Mobilitätskonzepte umgesetzt haben.

Aktionen für Mieter*innen

Ab Frühjahr 2018 werden die Regionalkoordinator*innen in ausgewählten Quartieren eine Vielzahl an Aktivitäten für die Mieter*innen organisieren. Diese Aktionen sollen dazu anregen, neue Mobilitätsoptionen auszuprobieren. Mögliche Aktionsformate, die auch in bereits bestehende Veranstaltungen von Wohnungsunternehmen (z. B. Feste) eingebettet werden können, sind unter anderem Fußverkehrschecks/Ortsbegehungen, Fahrradtouren für Neubürger*innen oder Schnuppertouren mit E-Rädern sowie Lastenrädern.      

Beratung für Wohnungsunternehmen

Exklusiv für kooperierende Wohnungsunternehmen steht das Projektteam für individuelle Beratungsleistungen (Inhouse-Workshops und Vorträge) zur Verfügung. Auch eine Einbindung des Projekts im Rahmen von Verbandstagen, Messen und sonstigen Veranstaltungen (beispielsweise in Form einer einführenden Präsentation) ist möglich.

Das Projektteam unterstützt Interessierte gerne bei der Umsetzung weiterer maßgeschneiderter Angebote, die zum Quartier und der Mieterschaft passen.

Vorgehen

Das Projektteam ist bundesweit aktiv: In fünf Projektregionen (Berlin-Brandenburg, Hannover, Nord, Rhein-Main und Sachsendreieck) erfolgt die Etablierung von Dialogforen, auf denen die Anforderungen und Chancen umzusetzender Maßnahmen diskutiert werden. Engagierten Akteuren bieten sich also zahlreiche Vernetzungsmöglichkeiten. Alle am Dialog Teilnehmenden profitieren von einem umfassenden Wissenstransfer und erfahren mehr über die Erfolgsfaktoren intelligenter Mobilität am Wohnstandort.

Die Ergebnisse der Dialogforen sowie einer begleitenden wissenschaftlichen Befragung, die vom Öko-Institut durchgeführt wird, werden Ende 2019 in einem Leitfaden für Wohnungsunternehmen zusammengetragen.

Die Projektpartner

Der VCD e.V. arbeitet seit 1986 erfolgreich für eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität für Menschen. Ob für Fußgänger*innen oder Radfahrer*innen, Bus-, Bahn- oder Autofahrer*innen oder für Kinder –  wir setzen uns ein für ein sicheres und gerechtes Miteinander auf der Straße. Der VCD vertritt als Umweltverband die Interessen aller Menschen, die umweltbewusst mobil sind oder es sein wollen. Rund 55.000 Mitglieder und Unterstützer*innen fördern bereits unsere Arbeit für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität. Wir kämpfen auf politischer Ebene und helfen den Verbraucher*innen.

Der Deutsche Mieterbund e.V. (DMB) ist die politische Interessenvertretung aller Mieter*innen in Deutschland. Unter seinem Dach sind 15 DMB-Landesverbände und 320 örtliche DMB-Mietervereine mit mehr als 500 Beratungsstellen, in denen konkrete Rechtsberatung in allen miet- und wohnungsrechtlichen Fragen angeboten wird, organisiert. Aktuell sind knapp 1,3 Millionen Haushalte beim DMB Mitglied. Der Deutsche Mieterbund steht für umfassende Kompetenz in wohnungspolitischen und mietrechtlichen Fragen. Als Verbraucherorganisation vermittelt er nicht nur seinen Mitgliedern, sondern allen Verbraucher*innen, wie sehr der Klimaschutz ein gesamtgesellschaftliches Anliegen ist und dass jede*r Einzelne davon profitieren kann.

Das Öko-Institut e.V. ist eine der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut an den drei Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann.

Zu den wichtigsten Auftraggebern gehören Ministerien auf Bundes- und Landesebene, öffentliche Einrichtungen, Unternehmen sowie die Europäische Union.

Die Wissenschaftler*innen des Fachbereichs Ressourcen & Mobilität setzen sich seit Jahren aus verschiedenen Blickwinkeln mit Fragen der Mobilität und speziell mit der Quantifizierung der Treibhausgasemissionen des Verkehrs sowie der Bewertung von Maßnahmen zur Emissionsminderung auseinander. In den vergangenen Jahren hat das Öko-Institut sowohl Arbeiten im Bereich alternativer Mobilitätskonzepte (z. B. Carsharing: »share«, »Nutzen statt Besitzen«, »Carsharingpotenzial in Stuttgart«; wohnstandortnahe Mobilität: »WohnMobil«, »Trasiq«) als auch mit dem Schwerpunkt Szenarioentwicklung (z. B. »Renewbility«, Klimaschutzszenarien 2050), Technologieentwicklungen und Elektromobilität (z. B. OPTUM, eMobil 2050) durchgeführt. In vielen der genannten Projekte ist dabei ein zentraler Baustein die Stakeholder-Beteiligung.

Projektleitung

René Waßmer

Projektleiter VCD

Fon 030/280 351-31

rene.wassmer@vcd.org

Manuela Schönau

Projektleiterin Öko-Institut

Fon 030/40 50 85-382

m.schoenau@oeko.de

Heike Zuhse

Projektleiterin Deutscher Mieterbund

Fon 030/223 23 66

heike.zuhse@mieterbund.de

VCD-Regionalkoordinatoren

Christian Harstrick

Regionalkoordinator Hannover

Fon 0511/169 84 43

christian.harstrick@vcd.org

Laurenz Heine

Regionalkoordinator Sachsendreieck

Fon 0371/233 797 87

laurenz.heine@vcd.org

Jan Lange

Regionalkoordinator Nord

Fon 0431/968 46 26

jan.lange@vcd.org

Eric Kruzycki

Regionalkoordinator Rhein-Main

Fon 0176/569 892 65

eric.kruzycki@vcd.org