Straße zurückerobern

Lebenswerte Städte durch Straßen für Menschen

Solange Autos unsere Städte dominieren, verdrängen sie das gesellschaftliche Leben aus dem Straßenraum. Erst durch eine attraktive Freiraumgestaltung mit vielen Grünflächen und mehr Platz für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen kehrt das Leben auf die Straße zurück und wird die Lebensqualität in der Stadt erhöht. Daher macht sich der VCD für die Rückeroberung der Straße stark und schafft so die Basis für lebenswerte Städte.

Jahrzehntelang wurde bei der Entwicklung unserer Städte vor allem aus einer Perspektive heraus geplant und gehandelt: der des Autos. Stadt- und Verkehrsplanung sollten den möglichst ungehinderten Fluss des motorisierten Individualverkehrs gewährleisten. Während der Straßenverkehr wuchs und wuchs, vernachlässigten die Kommunen die Weiterentwicklung der öffentlichen Verkehrsmittel und die Bedürfnisse der Menschen rückten in den Hintergrund. Im Zuge des Straßenausbaus wurden Haltestellen und -inseln verkleinert und das Straßenbahnnetz massiv zurückgebaut. Die Stadt zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erschließen wurde zunehmend unattraktiv. Bis heute verdrängt das Auto so das gesellschaftliche Leben in seiner bunten Vielfalt von unseren Straßen.

Das will der VCD ändern. Mit unseren Projekten und Aktionen setzen wir uns für lebendige Stadtquartiere, ein gesundes Lebensumfeld und sichere Mobilität im Alltag ein und erobern uns den öffentlichen Raum vom Autoverkehr zurück.

Fast jede Fahrt – egal ob mit der U-Bahn, mit dem Bus und selbst mit dem Auto – beginnt oder endet mit einem Fußweg oder einer mit dem Fahrrad zurückgelegten Strecke. Umso wichtiger ist es, unsere Straßen so zu gestalten, dass sich Menschen gern draußen aufhalten und fortbewegen: Ein attraktiver Straßenraum, breite Gehwege und sichere Radverkehrsanlagen sind wichtige Voraussetzungen dafür. Genauso wie niedriges Tempo für Autos. Denn Straßen für Menschen orientieren sich an den schwächsten Verkehrsteilnehmer*innen und schaffen die Basis für lebenswerte Städte.

Straßen für Menschen

Vielerorts erobern sich Bürger*innen bereits die Straße für ihre eigenen Bedürfnisse zurück. Für eine sichtbare Bewegung von unten müssen sich die Menschen, die etwas verändern wollen, jedoch bundesweit austauschen und zusammenschließen.

Der VCD hat daher im Rahmen des vom Umweltbundesamt geförderten Projektes »Straßen für Menschen« (2016-2018) deutschlandweit Aktivist*innen und Initiativen vernetzt und Keimzellen für eine nachhaltige Mobilität aufgebaut. Gemeinsam mit diesen werben wir durch Aktionen im öffentlichen Raum für eine gerechtere Flächenverteilung: Mehr Platz für Radler*innen und Fußgänger*innen, weniger für Autos. So eroberten wir in Regensburg zusammen mit Transition Regensburg die Obermünsterstraße mit einem Straßenfest zurück und unterstützten die Berliner Initiative »Warmgefahren«, die Kältehilfe per Lastenrad organsiert.

Außerdem haben wir unsere Online-Plattform ins Leben gerufen: Dort erzählen wir in Interviews und Reportagen Geschichten von der Rückeroberung der Straße. Wir portraitieren inspirierende Menschen und ihre Ideen und helfen mit praktischen Anleitungen dabei, selbst aktiv zu werden. Ob Park(ing) Day, Stickstoffdioxid-Messung oder Lastenradverleih – die Plattform macht die Keimzellen der Verkehrswende sichtbar und stiftet sie zu Austausch und gegenseitigem Lernen an.

Schließlich gibt der VCD mit der Toolbox #strassezurueckerobern den Menschen das Starterkit für erste eigene Aktionen an die Hand. Das passende Know-how liefert der Leitfaden »Lebenswerte Städte durch Straßen für Menschen«, der gute Beispiele für Aktionen sowie Umgestaltungen von Straßen aufzeigt und Tipps zum Nachahmen gibt.

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