Ziele

Mobilität für Menschen

Damit nachfolgende Generationen eine Zukunft haben, machen wir Druck auf die Politik. Sie muss endlich die Weichen für die Verkehrswende stellen: weg vom Auto, hin zu mehr Fuß-, Rad-, Bus- und Bahnverkehr, weg von fossilen Treibstoffen, hin zur CO2-freien Mobilität.

Der VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich seit 1986 für eine klimaverträgliche, sichere und gesunde Mobilität für Menschen einsetzt. Unser Ziel ist die Verkehrswende, damit alle Menschen– egal ob in der Stadt oder auf dem Land – mit Bus, Bahn, Rad, zu Fuß und mit geteilten Fahrzeugen unterwegs sein können und niemand mehr auf ein eigenes Auto angewiesen ist. Damit in Zukunft unsere Mobilität komfortabel, sicher und bezahlbar ist und der Verkehr das Klima schont, frei von Schadstoffen ist und niemanden das Leben kostet. Die Verkehrswende sorgt dafür, dass es statt Blech, Lärm und Enge in den Städten, Raum zum Verweilen, Spielen, sich Begegnen und zum Durchatmen gibt.

Wie erreichen wir die Verkehrswende?

  • Wir machen Druck auf politische Entscheidungsträger*innen, damit sich endlich etwas tut. Denn Konzepte für eine zukunftsfähige Mobilität haben nur dann eine Chance, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen richtig gesetzt werden. Unsere unabhängigen Expert*innen begleiten verkehrspolitische Entscheidungsprozesse und sind die richtigen Ansprechpartner*innen, egal ob es um Fahrradförderung, gute Angebote bei Bus und Bahn, um Digitalisierung im Verkehr geht oder darum, wie Kinder sicher zur Schule kommen.
  • Wir bringen mit unseren Projekten das Thema nachhaltige Mobilität auf die Agenda und erarbeiten konkrete Lösungen für eine Mobilität für Menschen.
  • Wir nehmen die Verkehrswende mit Aktionen und Kampagnen selbst in die Hand. Wir zeigen, wie es aussehen kann, wenn sich Menschen einen Teil des öffentlichen Raumes für ihre eigenen Bedürfnisse zurückerobern, wenn es mehr Platz zum zu Fuß gehen, Radfahren und Spielen gibt.
  • Im Mittelpunkt steht bei unserer Arbeit immer der Mensch mit seinen Mobilitätsbedürfnissen. Dafür arbeiten wir vor Ort mit 12 Landesverbänden und rund 140 lokalen Gruppen bundesweit und europaweit vernetzt. Über 55.000 Mitglieder, Aktivist*innen und Spender*innen unterstützen uns dabei.

Warum wir die Verkehrswende JETZT brauchen

Die Folgen der derzeitigen Verkehrspolitik sind für uns alle jeden Tag spürbar. Lärm, ungesunde Luft, Staus, Unfälle, Verkehrstote, schlechte Bus- und Bahnanbindungen auf dem Land, Stress und Enge in der Stadt. Immer mehr Lkw und Pkw auf unseren Straßen heizen das Klima immer weiter auf. Jeden Freitag gehen Jugendliche auf die Straße, weil sie Angst vor den Auswirkungen der Klimakrise haben. Sie kämpfen für eine lebenswerte Zukunft. Immer mehr Menschen setzen sich für sichere Radwege, gesunde Luft, mehr Lebensqualität in ihren Städten und eine umweltschonende und bezahlbare Mobilität ein. Die Verkehrswende von unten ist in vollem Gange. Der VCD stärkt die Menschen vor Ort. Denn mit ihnen wächst der Druck auf die Bundesregierung, endlich die Weichen für eine neue Mobilität zu stellen: weg vom Auto, hin zu mehr Bus-, Bahn- und Radverkehr, weg vom Diesel- und Benzinantrieb hin zur CO2-freien Mobilität.

Unsere zentralen Forderungen für die Verkehrswende

Sicher, umwelt- und sozialverträglich, flexibel und bezahlbar –für diese Mobilität setzen wir uns ein:

Besser ausgebaute Fuß- und Radwege
Wir brauchen ein dichtes, bundesweit ausgebautes Fuß- und Radwegenetz, um alle Ziele schnell und so angenehm wie möglich zu erreichen. Es muss so gestaltet sein, dass alle ihre Wege selbstständig und sicher zurücklegen können.

Gut getaktete Bus- und Bahnverbindungen
Ein Bus- und Bahnangebot mit kurzen Wartezeiten, das bundesweit aufeinander abgestimmt ist. Ein verständliches Tarifsystem mit bezahlbaren Preisen macht das umweltfreundliche und unkomplizierte Reisen für alle möglich.

Sichere Straßen, mehr Platz für Menschen
Kein Mensch darf mehr im Straßenverkehr sterben. Für dieses Ziel – die Vision Zero – braucht es Maßnahmen, die das Miteinander auf den Straßen sicherer machen und die Menschen schützen, die zu Fuß und mit dem Rad unterwegs sind. Dazu gehören der Abbiegeassistent für LKWs, baulich getrennte Radwege und eine Regelgeschwindigkeit von 30 km/h in der Stadt. Auf Autobahnen und Landstraßen braucht es neue Höchstgeschwindigkeiten von 120 bzw. 80 Stundenkilometern. Mit vielen Grünflächen und mehr Platz für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen holen wir das Leben auf die Straße zurück und erhöhen damit die Lebensqualität. Kinder sollten schon im Kindergarten erfahren, dass es Spaß macht, zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Roller und mit Bus und Bahn unterwegs zu sein.

Gerechte Verteilung der Kosten des Verkehrs
Wir brauchen eine ökologische Steuerreform, die Kostengerechtigkeit im Verkehr herstellt. Je klimaschädlicher ein Verkehrsmittel ist, desto teurer muss dessen Nutzung sein. Je klimaschonender Menschen unterwegs sind, desto günstiger sollten sie dies tun können. Schluss also mit Dieselsteuer-Rabatten, Dienstwagenprivilegien und steuerfreiem Flugzeugtreibstoff. Abgaben müssen sich am CO2-Ausstoß pro zurückgelegte Kilometer ausrichten.

Raus aus dem Verbrennungsmotor, deutlich weniger Autos
Ab spätestens 2035 darf kein Pkw und Lkw mehr mit Verbrennungsmotor neu zugelassen werden. Der Spritverbrauch muss bis dahin deutlich abgesenkt und Elektromobilität schnell ausgebaut werden. Das schont das Klima und verbessert unsere Luft zum Atmen.

zu unseren Kernforderungen

VCD Vision

Unsere Vision einer Mobilität der Zukunft

Die Mobilität der Zukunft schont die Umwelt, ist sicher und sozial gerecht. Alle Menschen können selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Dies schafft eine hohe Lebensqualität für alle.

  • Alle können sich ungehindert, angstfrei und sicher auf Straßen, Plätzen und Freiflächen bewegen - gerade auch Kinder, Ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen.
  • Es macht den Menschen Freude, aktiv mobil zu sein, sich bequem fahren oder begleiten zu lassen. Jeder Mensch bestimmt selbst, wie er unterwegs ist und trägt Verantwortung für seine Mitmenschen und die Umwelt.
  • Personen- und Güterverkehr belasten weder Mensch noch Umwelt noch das Klima.
  • Verkehr verursacht weder krankmachenden Lärm noch schlechte Luft. Kein Mensch verliert im Straßenverkehr sein Leben.
  • Wo immer es möglich ist, wird Verkehr vermieden. Die Flächen und Ressourcen, die der Verkehr verbraucht, sind auf ein Minimum reduziert.
  • Es werden ausschließlich erneuerbare Energien eingesetzt.
  • Der öffentliche Raum steht allen Menschen als attraktiver Lebensraum zur Verfügung. Er bietet eine hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität. Bei seiner Gestaltung und Planung stehen die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt. Durch aktive Beteiligung gestalten sie die Verkehrsplanung mit.

Carolin Ritter

Bundesgeschäftsführerin
Fon 030/28 03 51-26
carolin.ritter@vcd.org

Carolin Ritter © VCD/ Markus Bachmann

Vorteile von VCD-Mitgliedern

  • VCD-Anwaltsservice
  • Individuelle und kostenlose Verkehrsberatung
  • Kostenlose Publikationen frei Haus: sechs Mal im Jahr das VCD-Magazin fairkehr plus jährlich die VCD Auto-Umweltliste
  • Über die VCD Service GmbH bieten wir außerdem ökologische Schutzbriefe/24-Stunden-Pannenhilfe schon ab 29 Euro im Jahr. 


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